Verfasser: Dirk Wettlaufer
Klar, was soll der Bandname MOTORBAIKS wohl ausdrücken? Das riecht ja förmlich nach Maschinenöl, heißen Bikes und drallen Frauenkurven. Und die Vorahnung trügt natürlich nicht: »Sold your Soul« bringt elfmal krachigen Biker-Rock, der allerdings mehr von JUDAS PRIEST atmet als von MOLLY HATCHET. Stimmt indes beides nicht, denn MOTORBAIKS ist die aktuelle Gruppe des Schweizer TRANSIT-Gitarristen René Baiker. Eine super Scheibe, auch klasse produziert, direkt mitten ins Gesicht, die in ihren besten Momenten ("Sacrifice") an die NWoBHM erinnert, aber auch im schlimmsten Falle (gemeint ist der funky Blues-Rocker "Fascinated") nie in absolute Belanglosigkeit abdriftet. Das ist Vollblutmusik fernab aller Trends, der ideale Stoff fürs nächste Biker-Festival.
Verfasser: Simone Nitsche
MOTORBAIKS, das ist typischer Bikerrock der allerbesten Sorte. Im Prinzip besteht die Band aus Songwriter und Gitarrist René Baiker sowie dem kanadischen Sänger Don J. Ayer, live bedient man sich Sessionmusikern, die das Bandbild komplettieren. Das zweite Studioalbum „Sold Your Soul“ rockt mit elf eingängigen Nummern fröhliche vierzig Minuten vor sich hin und vermittelt schon vom ersten Lied „Sold Your Soul Today“ an absolute Spielfreude. Der Song überzeugt mit klaren Gesangslinien und AC/DC-Riffs, die bei jedem Bikerfest Garant für einen gelungenen Abend wären. „Sacrifice“ rollt zunächst in einer etwas härteren Gangart an und präsentiert sich im Folgenden als überwiegend schnelle, äußerst abwechslungsreiche Nummer. Darauf folgt mit „Fascinated“ ein wenig 90er Jahre- Bon Jovi/Aerosmith... für mich das totale Glücksgefühl... Aus diesen himmlischen Höhen reißt mich dann der Anfang von „Shout It Out“, der zum Headbangen animiert. Das mach ich dann auch gleich und schlage dabei prompt – und natürlich rein versehentlich – diverse Blumenvasen kaputt. Besser ich setz mich wieder auf meinen Stuhl. Und das nur um gleich wieder aufzuspringen, denn jetzt folgt eine grandiose Coverversion von Cliff Richards „Devil Woman“. Nach diesen Aufregungen hab ich erstmal eine Pause nötig. Das bittersüße „Give Her A Smile“ gewährt mir die auch. Bei solchen langsamen Titeln kommt die melodiöse Stimme von Sänger Don J. Ayer besonders gut zum Einsatz und versetzt den Hörer – zumindest mich – in ganz andere Sphären. So, die Halbzeit hätten wir geschafft, und jetzt kommt mit dem groovigen „Lovestruck“ endlich was zum Thema Liebe, und bei Bikerliebesliedern muss ich selbstverständlich immer an in Leder gehüllte Motorradladys denken, die ihr Haar im Wind flattern lassen. Hört sich kitschig an, ist aber so. Um den harten Kerlen die angeblich nicht vorhandenen Tränen wieder aus den Augen zu wischen geht’s bei „Givin' It Up“ auch erstmal um einen ordentlichen Kater und aggressiv-prolliges Männergehabe, allerdings mit der Einsicht, dass man es damit oft ein wenig zu bunt treibt. Musikalisch ist „Givin' It Up“ jedenfalls ein von Power geprägtes Highlight, und der Refrain setzt sich sofort im Ohr fest.
„You Can't Stop The Fire“ scheint ein Lied der Band TRANSIT zu sein, mit der René Baiker in den 80ern und frühen 90ern sechs Alben veröffentlicht hat, und versprüht dementsprechend viel von diesem speziellen Charme, den ich mal als SCORPIONS-Feeling bezeichnen will. Auf jeden Fall eine klasse Nummer, aber die MOTORBAIKS-Stücke gefallen mir noch einen Tick besser als dieser TRANSIT-Song. Die Ballade „Black & White“ erinnert sowohl rein musikalisch wie auch gesanglich wiederum an manches Bon Jovi-Lied und endet in einem mehrstimmigen Abgesang, der mich schon wieder zu Tränen rührt. Ich bin halt nunmal in solchen Fällen nah am Wasser gebaut. Doch alle Melancholie verfliegt bei den Wahnsinns-rhythmen und groovenden Gitarren von „Let's Do It“ ; wenn ein Album so endet, kann man den Rest des Tages nur noch gute Laune haben. Am Besten gefällt mir an der ganzen Sache aber die Selbstbeschreibung der Band: „MOTORBAIKS ist eine echte, ehrliche Rockband, die der Großmutter nicht unbedingt gefallen muss!“ Killer.
Verfasser: Hellfire-Franky
Der kanadische Sänger Don J. Ayer ist mit Ex-TRANSIT-Gitarrist René Baiker in die Kick-Ass-Ecke abgetaucht. Mit TRANSIT war Rene Baiker von 1984-1993 des öfteren in der Schweizer Hitparade anzufinden. Insgesamt hat er 6 Alben veröffentlicht, drei davon auch in Japan und Europa. Ebenfalls am Start ist Drummer Peter Haas (KROKUS, CORONER u. a.). Gemastered wurde die Scheibe in der Schweiz im Oakland-Recording-Studio.
Hier sind nun 11 Rockin'n'Ramblin-Songs drauf, die richtig Spass machen. Sommer, Sonne, Grillparty, MOTORBAIKS und es kann nichts mehr schief gehen. Gut produziert und amtlich rockend kommt das Teil aus den Lautsprechern, wobei der rotzige Aspekt auch berücksichtigt wurde und das Album roh und wild klingen lässt. Für Fans von gut gemachtem Biker-Hardrock oder Southern-Rock kann ich nur sagen: haut rein und holt euch die Scheiblette. Die Songs zünden durchweg und werden auch nach mehrmaligen Durchläufen nicht schlaff. Zunder!
Verfasser: Vince Black
Link zur Review
Da flattert bei mir wieder einmal eine ganz geile CD auf meinen Schreibtisch, die Band nennt sich « Motorbaiks » und scheisse „Give me a Hell Yeah » das Teil ist ja brand heiss. Doch wer verbirgt sich hinter dem Bandnamen? Als 80er Liebhaber solltet ihr die Schweizer Band „Transit“ eigentlich kennen, wenn nicht könnt ihr übrigens ein Review vom „Heartcore“ Album natürlich exklusiv hier auf Sleaze-Metal.com nachlesen. Nun, „Rene Baiker“ war eben bei dieser coolen Schweizer Band am Start und präsentiert uns hier seine neue Band. Die E und Bass Gitarren hat der Gute gleich selber eingespielt, am Gesang steht der Canadier „Don James Ayer“ (Fair Heaven) der übrigens klasse singt. Hinter der Scheissbude dann zu guter letzt „Peter Haas“ der die Band komplett macht. Die Band gibt es ungefähr sein 6 Jahren, sprich die ersten Aufnahmen wurden damals fabriziert. Nun gibt es endlich einen vollen Silberling und der klingt nun mal einfach nur geil. „Motorbaiks“ spielen frechen Hardrock der perfekt in Szene gesetzt wurde und bei dem „Rene Baiker“ mal wieder ordentlich in die Seiten knallen kann. Schon beim Opener „Sold your Soul Today“ hatte ich das Gefühl, hey das ist genau meine Mucke und wenn hier alles so gut ist, gibt es bald Tränen in den Augen. Wahrlich haben die Jungs etwas auf dem Kasten und liefern uns grossartige Hard Rock Songs mit fabelhaften Melodien und einem grossen „Catchy“ Gütesigel. Man nehme zum Beispiel den Titel „Devil Woman“ Halleluja Motherfucker, hier haben wir ja einen richtigen Ohrwurm, schade dass man heute mit solcher Musik nicht mehr in die Charts kommt, ansonsten hätte das Lied wie auch die Ganze CD wirklich gute Chancen gehabt. Dasselbe gilt für die Halb Ballade „Give her a Smile“ die durch eine phantastische Melodie getragen wird. Produziert wurde „Sold your Soul“ übrigens von „Baiker“ selber, der hier einen „Hell of a Job“ gemacht hat, der Sound hört sich mehr als fett an. Mit solchen Songs im Gepäck wird man hoffentlich noch viel von „Motorbaiks“ hören, denn was die Jungs hier zeigen ist ganz grosses Kino, siehe „Give it up“ oder „You can’t Stop the Fire“. Seit dem Debut von „Lovechild“ und „Hellraiser“ von „Krokus“ habe ich nichts vergleichbar cooles in Sachen Schweizer Hard Rock mehr gehört, also checkt die Band ab Freude, es lohnt sich….“Motorbaiks“ spielen Catchy Hard Rock vom Feinsten und mit einem klassischen 80er Einschlag….ich bin mehr als nur Begeistert!!
Verfasser: Eve Zosso
Motorbaiks ist die neue Band von ex-Transit-Gitarrist René Baiker. Er hat das Album „Sold Your Soul“ selber geschrieben und auch gleich in seinem Tonstudio ‚Die Klangfabrik’ in Arbon produziert. Mit seiner Musik hat er genau den Nerv der Zeit erwischt. Die Lieder sind hart, wild, schnell, herausfordernd, dann und wann beschwörend aber immer außergewöhnlich stürmisch und energiegeladen. Heavy, Old School Metal und Hard Rock mit röhrenden Gitarren, heißen Rhythmen, riffbetont und ursprünglich. Die CD beginnt mit dem Titelsong und der sorgt gleich zu Beginn für Anerkennung. Ein cooler Opener der die Fans auch Live in seinen Bann ziehen wird. Sound mit Ecken und Kanten, frappant, schnörkellos und pur. Auch der Rock-Stampfer „Lovestruck“ überzeugt mit repräsentativem Sound und einer akkuraten Melodie. Auf "Sould your soul" jagt ein Kracher den nächsten. Mühelos ändern sie Geschwindigkeiten, Richtung und Härte und sorgen so für massig Unterhaltung und ein geballtes Hörvergnügen. Eines der Glanzstücke ist definitiv der Ohrwurm „Let’s do it“. Ein Paradestück zum „in die Pauken hauen“ das zum moven und headbängen animiert. Oder die sanfte, attraktive Ballade „Black and white“ mit Mitsingpotenzial. Außerdem spielen Motorbaiks auch einige Covers und Transit-Klassiker, zum Beispiel deren Hit „You can’t Stop the fire“ in neuer Frische... Alt aussehen muss Motorbaiks auch neben Gruppen wie Krokus oder Favez nicht. Kreativität, Talent und gute Umsetzung sorgen für Musik mit ersichtlicher Qualität. Die Band und somit auch der Tonträger "Sold Your Soul" wurden als Projekt gestartet. Musik, Bass und Gitarre kommen von René Baiker, Leadgesang und die coolen und fetzigen Texte sind vom kanadischen Sänger und Gitarristen Don J. Ayer und die Drums wurden von Peter Haas (u.a. Krokus, Coroner) einspielt. Die Herren touren von Juni bis August in der Schweiz und Deutschland und wollen im Herbst nach Kanada auf Clubtour gehen. Der zeitlose Sound von Motorbaiks ist geballte Kraft und Power, knallend, dröhnend, zuweilen ruchlos und vereinzelt sogar dreist bis verkommen. Ein Roadtrip im Höllentempo dem Horizont entgegen...
Verfasser: Peter Engelking
Review in Printausgabe, Onlinelink
Knapp zehn Jahre lang stand der Schweizer Gitarrist René Baiker im Dienste von TRANSIT, doch mittlerweile zieht der Eidgenosse sein eigenes musikalisches Ding durch. Angesagt ist dabei logischerweise (Herkunft verpflichtet - grins) ebenfalls bodenständige Rockmusik mit massenkompatiblen Melodien, einer facettenreichen Darbietung sowie einem Frontmann (der gebürtige Kanadier Don J. Ayer), der zwar ein bißchen mehr “Schmutz” in seinem Arbeitsgerät vertragen könnte, ansonsten aber eine prima Figur abgibt. Das Ganze bewegt sich - um mal ein paar vergleichende Landsmänner- Namen ins Spiel zu bringen - definitiv näher an CHINA als an KROKUS, tut niemandem weh, besitzt aber nichtsdestotrotz einen anständigen Unterhaltungswert. Stücke wie ‘Sacrifice’, ‘Give Her A Smile’, ‘Lovestruck’ oder das Cliff Richard-Cover ‘Devil Woman’ verfehlen ihre Wirkung nicht, bringen das Beinkleid in Bewegung und machen zweifelfrei Lust darauf, die Formation einmal live in Augenschein zu nehmen - so soll es sein! (8 von 10 Punkten)
Verfasser: Keith
Review in Printausgabe, Onlinelink
Kennt jemand Judas Priest? Wer deren Sound liebt, wird auch Gefallen an Motorbaiks finden. Die Band um den Transit-Mann René Baiker spielt traditionellen Hard und Heavy Rock. Gut arrangierte Songs prägen diese hochklassige CD. Da stören die gut hörbaren Einflüsse nicht gross. Mit «Sold your soul» liegt ein ganz feines Metal-Album einer Schweizer Band vor, das man zumindest antesten sollte. Spätestens beim Track «Devil woman» wird man sich für den Kauf entscheiden.
Verfasser: Frank Zöllner
Die Jungs von Motorbaiks stehen für einen straighten, unverwässerten und ehrlichen Rocksound der alten Schule. Von der Band um den Ex-Transit-Gitarristen René Baiker war natürlich auch nichts anderes zu erwarten. Für ihre brandneue Scheibe haben Motorbaiks mal wieder tief in die gute, alte Rockkiste gegriffen und knallen dir eine speedige Mischung zum gepflegten Abmoshen um die Ohren. Dass dabei auch einige Transit-Klassiker zum Einsatz kommen, ist Ehrensache. Man bekommt richtig Lust, die Jungs irgendwann zwischen Juni und August diesen Jahres bei einem Freiluft-Act live zu erleben.
Verfasser: Inga Pulver
Review in Z7 live, Printausgabe, Onlinelink
Die neue Band des TRANSIT-Gitrarristen René Baiker veröffentlicht mit "Sold Your Soul" ihren ersten Longplayer. Stilistisch bringt Baiker das, was er kann, und zwar handgemachten, bodenständigen Hardrock à la Back to the Roots. Das klingt auch ganz gut, was die gestandenen Profis da durch die Verstärker pusten, respektive Sir Peter Haas einmal mehr aus den Fellen holt. Mit Don James Ayer am Gesang hat Baiker einen passenden Sidekick gefunden, der die Songs mit hörbarem Spass rüberbringt. Der Produktion fehlt noch ein Schuss Rotz, der für diese Art Musik einfach Pflicht ist. Ein wenig zu brav aufgenommen, aber ansonsten ein fittes Album, das gut als Soundtrack für lange Autofahrten taugt.
Verfasser: Janina Mahler
MOTORBAIKS ist die Band von Transit-Gitarrist René Baiker. Mit dem kanadischen Sänger Don J. Ayer an Bord lassen sich MOTORBAIKS in zwei Worten beschreiben: Sie rocken! Die angenehm und kraftvoll gesungenen Vocals sind ein wahrer Genuss für die Ohren. Auch wenn die Band sich selbst dem Good Old School Heavy Metal zuordnet, haben Anhänger des Good Old RocknRoll, ihre wahre Freude an dieser Scheibe. Hier dominieren nämlich die verzerrten, verschnörkelten Country-Gitarren begleitet von treibenden Groove-Drums. Für Fans von Biker-Rock, wie Motörhead ihn machen, sind MOTORBAIKS genau das Richtige. Die Mischung der musikalischen Kompositionen und den Lyrics sind super aufeinander abgestimmt. Ehemaligen Transit-Fans wird mit Track neun (You Can´t Stop The Fire) ein Bonus präsentiert. Auch haben MOTORBAIKS es sich nicht nehmen lassen, dem Album die Ballade Black & White als Song zum Träumen zuzufügen. Mit Sold Your Soul ist der Band ein eindrucksvolles, rockiges ! Ende gelungen. Von den Gitarren wird hier nämlich noch einmal alles abverlangt. Soviel ist sicher: Durch die ideenreiche Gestaltung des gesamte Albums kommt auf keinen Fall Langeweile beim Hören auf. Die volle Augenzahl hat dieser Silberling sich wahrlich verdient. In den Monaten Juni August 2008 werden sie auf Club- und Festivalbühnen in der Schweiz und in Deutschland den Fans ordentlich einheizen. Auch den Kanadiern sollen MOTORBAIKS nicht vorenthalten bleiben und daher werden sie im Herbst 2008 auf Clubtour nach Kanada gehen.
[13 von 13 Augen]
Verfasser: Tanja Weinekötter
Was erwartet man von einer Band mit dem Namen MOTORBAIKS? Klar, ordentliche good old Heavy Metal Mucke und Rock´N´Roll pur. Und genau das bekommt man auch. Selbst wenn ein klitzeklein wenig das rotzige Feeling fehlt, weil die Produktion für meinen Geschmack etwas zu sehr geschliffen wurde, die Songs rocken und ehe man sich versieht, rockt man mit. Egal ob bei „Shout It Out”, dem Opener “Sold Your Soul Today” oder auch dem ruhigeren, groovigen “Fascinated”. Jetzt auf einem Bike dazu cruisen und die Welt ist in Ordnung. Die Fäden bei den Songs zog ex-Transit Gitarrist Rene Baiker, verstärkt durch Don J. Ayer an den Vocals und als Schreiberling. Wem „Devil Women“ bekannt vorkommt, richtig, es ist eine recht gut gelungene Coverversion von Cliff Richard. Und wo wir gerade dabei sind, „You Can´t Stop The Fire“ dürfte dem ein oder anderen von Transit bekannt sein. „Lovestruck“ ist keineswegs eine Ballade, sondern ein weiteres Perlchen, das so richtig Spaß macht. Doch keine Sorge, auch an die Kuschelstunden ist mit „Black & White“ gedacht worden. Fazit: Eine der besten Eigenproduktionen die mir in diesem Jahr bislang unter gekommen ist. Reinhören lohnt sich. Erhältlich ist das gute Stück in den Online-CD-Shops www.fontastix.ch und www.cdbaby.com und natürlich auf der Bandpage. (tennessee)
Verfasser: Gisela Schmitz
Schon lange treibt sich Gitarrist René Baiker im Schweizer Musikbusiness herum. So stürmte er von 1984 bis 1993 mit seiner Band Transit die Schweizer Hitparade und bestritt einige Touren im In- und Ausland. Nun möchte er mit seiner neuen band MOTORBAIKS noch mal richtig durchstarten. Bei den 11 Songs die sich auf dem Album „Sold Your Soul“ befinden handelt es sich um guten Old School Metal. Die Schweizerisch-Kanadische Band versteht es Gefühle rüberzubringen, denn Songs wie „Sacrifice“ oder „Shout It Out“ sind schnell und sehr vielseitig angelegt. Groover gibt es auch genug auf dem Album und hervorheben kann ich nur „Lovestruck“. René Baiker erhält tatkräftige Unterstützung von Sänger Don J. Ayer aus Kanada, der mit seiner melodiösen Stimme erst die Songs so richtig veredelt. Man merkt der Band an, dass sie richtig Spaß an der Musik hat und genau das ist doch das Wichtigste überhaupt, oder nicht? Für diese frische und powervolle Scheibe gibt es deswegen 8,5/10 Punkte.
Verfasser: Walter Scheurer
Die etwas eigenartige Schreibweise des an und für sich unmissverständlichen Bandnamens ist dadurch begründet, dass bei dieser Truppe der ehemalige TRANSIT-Gitarrist Rene Baiker als Namensgeber fungiert. Zusammen mit seinem kanadischen Kumpel Don James Ayer, der mit seiner Stimme die von Rene komponierten Tracks zu veredeln weiß, liefert der Chef im Ring nun ein amtlich rockendes Album ab. Beeinflusst scheint Rene von der alten Schule des Hardrock genauso zu sein, wie auch vom Heavy Metal der älteren Generation, weshalb uns MOTORBAIKS auch elf Songs im Stile der "guten, alten Zeit" zu offerieren haben. Auch wenn im Infoblättchen lediglich von "Good Old School Heavy Metal" die Rede ist, sollte schon von vorne herein klar sein, dass dieses Duo an Hardrock-Formationen wesentlicher näher dran ist als an Metal-Bands jedweder Art.
Egal, die Tracks wissen durch Eingängigkeit, zwingende Melodien und instrumentale Schmankerl aus der traditionell inspirierten Solo-Küche zu gefallen und ergeben zusammen ein sehr kurzweiliges Vergnügen. Die gut vierzig Minuten vergehen wie im Flug und schon nach den ersten Durchläufen bleibt der Großteil der Songs hängen, vor allem aber stellt sich Dons Stimme als sehr einprägend heraus. Was Ausführung und Texte betrifft, werden MOTORBAIKS jener Epoche, die sie beeinflusst hat, vollkommen gerecht. Irgendwie kommen mir mitunter Erinnerungen an Renes Landsmann Marc PAGANINI zu dessen hardrockender Phase anno dazumal in den Sinn, aber weniger wegen der stimmlichen Nähe, als viel mehr wegen der Musik selbst.
Neben den Eigenkompositionen haben die beiden Herrschaften mit einem sehr gelungenen Remake von 'Devil Woman' ein weiteres Gustostückerl am Start, da der alte Gassenhauer mit einer Extraportion Kraft ausgestattet wurde. Ob es daran liegt, dass auch ihre Landsmänner perfekte Coverversionen einspielen können, oder ob es nur an der Herkunft liegt, weiß ich nicht, aber spätestens hier fallen mir GOTTHARD als Vergleich ein, wenn ich "Sold Your Soul" konsumiere.
Die ideale Scheiblette für demnächst (?) anstehende Grill-Parties, Cabriofahrten und ähnliche Unternehmungen.
Verfasser: Chris C.
Der Name dieser Band aus heimischen Landen beruht auf einer coolen Wortspielerei. Der Gründer, Songschreiber, Produzent, Gitarrist und Bassist von Motorbaiks heisst mit vollem Namen René Baiker. Beim Einen oder Anderen wird's vielleicht nun klingeln: René ist nämlich alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. In den 80ern war er Gitarrist bei der europaweit erfolgreichen Band Transit, die 1988 mit dem Song "Take Your Love" bis auf Rang 8 der CH-Hitparade vordrang. Bereits 1986 wurde als einer der ersten, professionell produzierten Videoclips "Break Away" auf MTV ausgestrahlt. Doch noch ein weiterer, an "Sold Your Soul" beteiligter Musiker taucht wieder aus der Versenkung auf: Die Drums wurden nämlich von Peter Haas eingetrommelt. Mr. Haas gehörte damals zum "Stampede"-Line Up von Krokus, sass aber auch schon für Coroner hinter der Schiessbude. Zu guter letzt wurde der Gesang vom Kanadier Don James Ayer übernommen. In seiner Heimat ist dieser ein gefragter Sänger und Songwriter. In der Schweiz ist er des öfteren mit Fair Heaven unterwegs, mit denen er auch schon einige Alben eingespielt hat. Von diesem hochkarätigen Trio muss einiges zu erwarten sein. Um es kurz zu machen: Die Erwartungen werden auch erfüllt. Musikalisch bleibt man da, wo man (zumindest, was René und Peter angeht) die grössten Erfolge feiern konnte, nämlich in den 80ern. Fadengerade und Schnörkellos, aber auch sehr melodisch, wird rifflastiger Hard Rock geboten. Das Prädikat 'Old School' darf in diesem Fall keineswegs mit Gähnen quittiert werden. Im Gegenteil, gleich reihenweise Ohrwürmer kriegt man in die Lauscher geliefert. Der knackige und groovige Sound beweist ein kaum zu toppendes Feingefühl für das Wesentliche. Produziert wurde das qualitativ hochwertige Teil in R. Baikers eigenem Studio in Arbon, der Klangfabrik. Die zweifellos starke CH-Hard Rock-Szene hat mit Motorbaiks würdigen Zuwachs bekommen. Live werden sie dies im Sommer unter Beweis stellen. Hoffentlich wird Peter Haas auch auf der Bühne sein Können demonstrieren. Bekannterweise gibt's noch einige weitere Schweizer Musiker aus den 80ern, die das Line Up perfekt ergänzen könnten, man höre sich nur die erwähnte Scheibe "Stampede" an.
Punkte: 8.7 von 10